Marquardschule / Fulda

Brandschutzerziehung an der Marquardschule

Brandschutzerziehung an der Marquardschule

 

Feuerwehr, Stadt und Schule rufen AG ins Leben

 

FULDA. Da der Umgang mit offenem Feuer im Alltag immer mehr verschwindet, wurde im Februar 2018 eine Feuerwehr-AG an der Marquardschule ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Melanie Medler und Stefan Baumbach von der Feuerwehr Fulda lernen die sieben Mädchen und acht Jungen seitdem jeden Montag für zwei Schulstunden den Umgang mit Feuer und alles was dazugehört.

 

Innerhalb einer Kooperation zwischen Schule und Stadt wurde so das Angebot der Nachmittagsbetreuung um eine AG erweitert, die nicht nur Inhalte zum Thema Brandschutz vermittelt, sondern auch eine ganze Menge Spaß macht. Die Nachfrage war hoch, die Anfragen gingen über die 15 vorhandenen Plätze hinaus. Finanzielle Unterstützung leisten neben der Schule auch die Stadt Fulda und das Land Hessen.

 

Für die Dritt- und Viertklässler steht ein vielseitiges Programm mit jeder Menge praktische Übungen auf der Tagesordnung. Wie wird ein Mülleimerbrand gelöscht, wie werden Verletzte vom Unfallort transportiert und welche Werkzeuge und Geräte müssen überhaupt in einem Löschfahrzeug vorhanden sein? Auf diese Fragen geben Melanie Medler und Stefan Baumbach, die auch bei der Feuerwehr Fulda für die Brandschutzerziehung zuständig sind, eine Antwort. Neben dem Kennenlernen des Löschfahrzeugs wurde bereits eine Alarmprobe absolviert und die Atemschutzübungsanlage der Feuerwache Fulda-Nord durchlaufen, die für jedes Feuerwehrmitglied einmal im Jahr Pflicht ist. Hier mussten sie im Dunkeln durch Klappen, Rohre und Türen kriechen, die ohne die Hilfe eines Anderen nur schwierig zu bewältigen sind. Im Vordergrund der AG stehen Brandschutzerziehung und der Umgang mit Feuer. Dazu kommen verschiedene Maßnahmen zum Teambuilding und zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls, denn die Grundschüler sollen im spielerischen Miteinander lernen und erleben wie viel Freude es macht im Team zu agieren. Gemeinsam sollen sie Fähigkeiten aus eigenem Interesse und Verantwortung heraus entwickeln, um zielgerichtet Handeln zu können.

Nicht zuletzt soll Begeisterung für das Ehrenamt und die Feuerwehr geweckt werden, die eine wichtige gesellschaftliche Funktion einnimmt. Der Eintritt in die Jugendfeuerwehr ist erst ab zehn Jahren möglich. Schulleiter Christoph Schulte weiß: „In diesem Alter sind Kinder oft bereits in anderen Vereinen eingebunden.“ Auch hier soll das Projekt ansetzen und Jüngeren die Möglichkeit geben in die Aufgaben und Tätigkeiten der Feuerwehr hinein zu schnuppern. Außerhalb des Schulbetriebs besteht darüber hinaus für Kinder ab sechs Jahren die Möglichkeit in einer Kinderfeuerwehr frühzeitig die Freiwillige Feuerwehr kennenzulernen und von klein auf wichtige Sozialkompetenzen zu erwerben.

 

Bei den Kindern ist die Resonanz positiv. Mit viel Neugier und guter Stimmung sind Sie bei der Sache und nehmen ganz nebenbei wertvolle Erfahrungen mit.

|